ULD: Whitepaper zur Datenschutz-Folgenabschätzung auf Workshop vorgestellt

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) hat als Mitglied der interdisziplinären Expertengruppe an der Erarbeitung des White Papers „Datenschutz-Folgenabschätzung – ein Werkzeug für einen besseren Datenschutz“ mitgewirkt.

Marit Hansen, Leiterin des ULD, hat das White Paper auf dem Workshop „Recht und IT-Sicherheit – Neue Herausforderungen, neues Datenschutzrecht: Wie zukunftsfähig ist die Datenschutz-Grundverordnung?“ am 17.03.2016 in Darmstadt vorgestellt und mit Experten diskutiert.

Die Einführung des Instruments „Datenschutz-Folgenabschätzung“ ist aus der Forderung der Datenschutz-Grundverordnung in Art. 33 abzuleiten, wonach zukünftig vor der Einführung einer kritischen Datenverarbeitung eine Datenschutz-Folgenabschätzung vorzunehmen ist, um die Risiken für Betroffene vorab bewerten und die Einhaltung der Datenschutz-Grundrechte von Betroffenen vorab überprüfen zu können.

Mit der Verabschiedung der Datenschutz-Grundverordnung wird im Frühjahr 2016 gerechnet, wobei eine zweijährige Übergangszeit zur Umsetzung in nationale Regelungen vorgesehen ist. Nach Ablauf der Frist wird die Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen für kritische Datenverarbeitungen Pflicht. Die Übergangszeit ist dazu zu nutzen, die genauen Anforderungen an eine Datenschutz-Folgenabschätzung zu definieren. Dass von dem interdisziplinären „Forum Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der Digitalen Welt“ vorgelegte White Paper liefert als Entwurf Vorschläge, wie die Datenschutz-Folgenabschätzung ausgestaltet werden kann.

Quellen:

ULD, Pressemitteilung: Datenschutz-Folgenabschätzung: Vorsorge ist besser als Nachsorge

ULD: Datenschutz-Folgenabschätzung – ein Werkzeug für einen besseren Datenschutz