Modul 1 des IHK-Zertifikatslehrgangs „Betrieblicher Datenschutzbeauftragter (IHK)“ vermittelt fundiertes rechtliches Grundlagenwissen und führt die Teilnehmenden systematisch in das umfangreiche Aufgabenfeld von Datenschutzbeauftragten ein. Dabei stehen insbesondere die daraus resultierenden Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten im Mittelpunkt, die praxisnah und verständlich aufbereitet werden.

Um den Transfer in den Unternehmensalltag zu erleichtern, kommen praxisorientierte Fallbeispiele sowie eine lehrgangsbegleitende Fallstudie zum Einsatz. Auf diese Weise werden die Teilnehmenden gezielt für datenschutzrelevante Fragestellungen sensibilisiert und lernen zugleich, relevante Aufgabenfelder zu identifizieren, Risiken zu bewerten sowie konkrete Optimierungspotenziale im Datenschutz zu erkennen.
Darüber hinaus erfolgt anhand typischer Datenverarbeitungen aus den Bereichen IT, Personal und Marketing eine strukturierte Einführung in zentrale datenschutzrechtliche Tätigkeiten.
Dazu zählen unter anderem:
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das Führen und Pflegen eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten
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die Prüfung von Auftragsverarbeitungsverhältnissen
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die Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA)
Durch die praxisorientierte Bearbeitung von Anwendungsfällen wird sichergestellt, dass das theoretische Wissen unmittelbar in die betriebliche Praxis übertragen werden kann. Gleichzeitig erwerben die Teilnehmenden organisatorisches, rechtliches und technisches Fachwissen, das sie befähigt, einen individuellen Datenschutz-Fahrplan für ihre Tätigkeit als Datenschutzbeauftragte*r zu entwickeln und Schritt für Schritt umzusetzen.
Lehrgangsinhalte:
Tag 1: Grundlagen Datenschutz und Datenschutzrecht
Zum Einstieg wird die Bedeutung des Datenschutzes erläutert. Anschließend werden die rechtliche Stellung der DSGVO, relevante Gesetze sowie Ziele und Anwendungsbereiche behandelt. Ergänzend dazu lernen die Teilnehmenden zentrale Begrifflichkeiten und grundlegende Datenschutzprinzipien kennen
Tag 2: Umsetzung von Datenschutz im Unternehmen
Der zweite Tag widmet sich der praktischen Umsetzung. Im Fokus stehen dabei das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, die Rechtsgrundlagen der Verarbeitung sowie die Datenweitergabe, unter anderem an Dritte, Auftragsverarbeiter oder im Rahmen internationaler Datentransfers.
Tag 3: Umsetzung von Datenschutz im Unternehmen
Darauf aufbauend werden die Sicherheit der Verarbeitung, potenzielle Risiken sowie die Datenschutz-Folgenabschätzung behandelt. Zusätzlich geht es um die Rechte der betroffenen Personen und deren Umsetzung in der Praxis.
Tag 4: Rolle der/des Datenschutzbeauftragten und Praxistransfer
An diesem Tag stehen die Rolle der/des Datenschutzbeauftragten, die Zusammenarbeit mit der Datenschutzaufsicht sowie der Umgang mit Datenschutzvorfällen im Mittelpunkt.
Tag 5: Datenschutzorganisation
Abschließend befassen sich die Teilnehmenden mit dem Aufbau einer nachhaltigen Datenschutzorganisation. Dazu gehören Datenschutz-Management und Rechenschaftspflichten, Richtlinien und Regelungen, Datenlöschung sowie die Erstellung eines konkreten Fahrplans für die Arbeit als Datenschutzbeauftragte*r.
Das Modul 1 und Modul 2 sind verpflichtend, um das IHK-Zertifikat „Betrieblicher Datenschutzbeauftragter (IHK)“ zu erlangen
Die Zertifikatsprüfung findet zum Abschluss von Modul 2 statt.
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