„State of Privacy Report“ belegt Misstrauen der Betroffenen gegenüber Unternehmen und Behörden in Bezug auf Datenschutz

Grundlage des neuen „State of Privacy Report 2015“ von Symantec bildet die Befragung von 7.000 Personen aus sieben europäischen Ländern (DK, I, FR, UK, D, E, NL), darunter 1.000 Befragte aus Deutschland. Im Ergebnis der Umfrage steht die Feststellung, dass viele Betroffene in Bezug auf den Umgang mit ihren personenbezogenen Daten unzufrieden sind.

So haben 57 % der Befragten Angst, dass ihre Daten von Unternehmen und Behörden nicht sicher bzw. vertraulich behandelt werden. Das Misstrauen in Deutschland ist im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern besonders hoch. So gaben nur knapp 60 % der Befragten an, dass sie Krankenhäusern und Banken hinsichtlich der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten vertrauen. Noch niedriger liegt mit 30 % der Wert des Vertrauens der Deutschen in die Bundesregierung beim Umgang mit ihren Daten.

Fast 60 % aller Befragten haben bereits Erfahrungen mit einem Datenschutzvorfall gemacht. So wurden die Betroffenen z.B. mit gehackten E-Mail- oder Social Media- Accounts, gestohlenen Bankverbindungsdaten oder Online-Kennungen sowie mit Computerviren oder Fake-E-Mails konfrontiert oder sie wurden Opfer eines Onlinebetrugs. Viele Betroffene gaben an nicht zu wissen, wo sie sich im Falle eines Datenschutzproblems hinwenden können und welche Stelle für Datenschutzbelange zuständig ist. 66% Prozent der Befragten würden ihre Daten gern mehr schützen, wissen aber nicht, wie sie dies tun können.

Nur 14 % (in Deutschland 8 %) der Befragten haben keine Bedenken dagegen, dass ihre Daten an Dritte weitergeben werden. 35 % der Teilnehmer wünschen sich genauere Informationen darüber, welche Daten an wen zu welchem Zweck weitergeben werden. Dennoch liest nur eine von 4 Personen beim Onlineshopping die AGB. Ausreißer ist hier Italien, wo anders als im europäischen Durchschnitt, zumindest jeder zweite die AGB zur Kenntnis nimmt. Hier besteht aus Sicht der Studie ein enormer Nachholbedarf auf Seiten der Unternehmen und Behörden bei der Erstellung von kurzen und einfach verständlichen AGB.

81% der Befragten sehen einen wirtschaftlichen Wert ihrer personenbezogenen Daten, wobei 24% glauben, das ihr Online Fußabdruck 10.000 € oder mehr wert sein könnte.

Der Report verdeutlicht, dass die Verbraucher dem Schutz ihrer personenbezogenen Daten einen hohen Stellenwert zuordnen und dass die Einhaltung der Datenschutzvorgaben zukünftig für Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil führen können. Bereits 88 % der Befragten gaben in der aktuellen Studie an, dass sie für ihre Entscheidung bei der Auswahl eines Unternehmens die Sicherheit ihrer Daten als wichtiges Kriterium heranziehen.