Postbank muss Bußgeld zahlen

Die nordrheinwestfälische Aufsichtsbehörde verhängt ein Bußgeld in Höhe von 120.000 Euro gegen die größte Privatkundenbank Deutschlands. Damit reagierte der nordrheinwestfälische Datenschutzbeauftragte Ulrich Leppert darauf, dass die Postbank sehr sensible Kontobewegungsdaten von einer Millionen Kunden und Kundinnen an 4.000 freiberufliche Handelsvertreter herausgab. Kontobewegungsdaten geben maßgeblich Rückschlüsse über die Lebensweise der Kunden. Darunter können sich auch Daten befinden, die zu den besonders schützenswerten Daten nach § 3 Abs. 9 gemäß BDSG zählen, beispielsweise Einkommen von der Sozialbehörde oder Überweisungen an eine Spezialklinik. Lepper betonte, dass solche Daten weder von Banken und schon gar nicht von Handelsvertretern für Werbezwecke ausgewertet werden dürfen. Bei der Weitergabe dieser personenbezogenen Daten wurde das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen verletzt, das jeden Dateneigentümer gegen Einsichtnahme, Verwendung und Weitergabe durch unbefugte Dritte schützt.
Auf einen Widerspruch gegen die Verhängung des Bußgeldes verzichtete die Postbank.

Wir beraten Sie gern bei der Einführung oder Umsetzung von technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Erhöhung der Datensicherheit nach § 9 Anlage gemäß BDSG. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen unserem Leistungskatalog oder treten direkt mit uns in Kontakt.

Quelle: n24.de