05.10.2017 Hackerangriff auf Yahoo von 2013 traf alle drei Milliarden Nutzer

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Das Ausmaß der Cyberattacke von 2013 auf den Internetriesen Yahoo ist deutlich größer als bisher angenommen. Das hat eine erneute Überprüfung durch den US-Telekommunikationskonzern Verizon ergeben, der Yahoo Anfang des Jahres übernommen hatte.

Mehr als zwei Milliarden Nutzer mehr betroffen
Danach hat der Hackerangriff auf Yahoo alle drei Milliarden Nutzer getroffen – und somit zwei Milliarden mehr als bisher bekannt. Zu den Opfern gehören auch Nutzer von Flickr, weil deren Konten gleichzeitig Yahoo-Konten sind. Die Betroffenen werden per E-Mail informiert, teilte das Unternehmen nach Medienberichten mit. Zugleich versicherte Yahoo, dass die Datendiebe weder Klartext-Passwörter noch Bankdaten gestohlen haben.


Größter Datenklau der Geschichte

Die großangelegte Cyberattacke gilt als einer der größten Angriffe überhaupt. Nach bisherigen Informationen verschafften sich die Angreifer Zugriff auf Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, verschlüsselte oder unverschlüsselte Sicherheitsfragen und deren Antworten sowie unkenntlich gemachte Passwörter.


Yahoo vermutet staatliche Hacker hinter den Attacken

Weitere Hackerangriffe ereigneten sich im Jahr 2014 und in den Jahren 2015 und 2016. Auch bei diesen Attacken waren Millionen Konten betroffen. Der Konzern vermutet, dass sie von denselben Angreifern im Auftrag eines Staates ausgingen. Von welchem Land die Aufträge gekommen sein sollen, hat Yahoo bis heute aber nicht mitgeteilt.


Russische Spione unter Anklage

Wegen der Cyberattacke von 2014 wurden laut heise online im März 2017 drei Russen und ein Kanadier in den USA angeklagt. Bei zwei der Angeklagten soll es sich um Offiziere des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB handeln. Laut US-Justizministerium waren Webmailkonten russischer Journalisten, Regierungsvertreter Russlands und der USA sowie von Mitarbeitern privater Unternehmen von besonderem Interesse für den Geheimdienst. Einer der Angeklagten soll sich persönlich bereichert haben, indem er sich unter anderem in den Yahoo-Konten bei Kreditkartendaten sowie Nummern von Gutscheinkarten bediente. (fl)


Quellen:

heise online vom 04.10.2017: Rekordhack bei Yahoo war drei Mal so groß

 

Spiegel Online vom 04.10.2017: Hackerangriff von 2013 – Alle drei Milliarden Yahoo-Accounts betroffen


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